Fake Friends, Fake Markets - Shanghai!!

Montag, 28.04.2014

Erstmals herzlichen Dank für die bereits 900 Besucher meines Blogs

Auf Grund des mehrmaligen Abstürzen meines Computers und des plötzlichen Mehraufwand für die Uni kann ich meinen Blog erst jetzt wieder weiterführen

Wir hatten in der Zwischenzeit eine Prüfungswoche. Mussten Chinese Speaking und Listening absolvieren, sowie E-commerce, Management Information Sister (nach der Aussprache des Lehrers) und ein paar Präsentationen. Noch wichtig vorzuheben: Chinese Listening hatte ich 97% (zu Recht) und Chinese Speaking 93%(mit Hilfe von chinesisch Zeichenexperte Abidou) Richtig gehört, wir müssen bereits die chinesischen Charakteren lernen, und das in der Beginner-Klasse! Seit ich 26 bin, habe ich einen Motivationsschub.. Sprich: Ich gehe seitdem (mein Geburtstag war vor zehn Tagen) wöchtenlich 5.5km joggen plus versuche ich die chinesischen Zeichen zu lernen!

Ertappt beim Abschreiben!! Exam makes us happy True or false (first word is false hahaa)

Nun zum eigentlichen Thema des Blogs... ..wir gingen für drei Tage nach Shanghai und waren in der Zwischenzeit auch schon einmal für einen Tag (nun ja..haha zwei Tage, da der letzte Zug nach Hangzhou ausgebucht war) Powershoppen. Wir lernten im nahegelegenen Supermarkt von Hangzhou einen Jungen aus Polen kennen. Er war etwas einsam und verwirrt, da er seit Wochen nie warm duschen kann und jeden Morgen um fünf Uhr aufstehen muss. Aus Sympathie fragten wir ihn spontan ob er Lust hat mit uns nach Shanghai zu reisen. Nachdem wir den Preis für eine Nacht Hostel (6CHF) erwähnt haben, sagte er nach ca. 15mal nachfragen dann schliesslich zu!

Der Zug von Hangzhou Railway Station nach Shanghai fährt ca. 300h/km und hat eine Stunde. Doch der Weg von der Uni bis zur Hangzhou Railway Station dauert länger als erwartet, nämlich ganze zwei Stunden. Das nächste Mal nehmen wir das Taxi (40min und nur 11CHF). Am Freitag gings dann schon los mit Fake Friends.. Erst gerade an der bekannten People Square Metrostation ausgestiegen, stürzte sich sofort ein Asiate auf uns und sprach erstaunlich gut Englisch. "Hello,hello, you are so beautiful, please take picture of me"

"Swiss girls are so beautiful, I want to be your friend, let's go to tea ceremony together". Dankend lehnten wir ab.. Erst danach realisierten wir, dass dieser Typ uns in eine typische Touristenfalle locken wollte.

Später gingen wir auf den 492m hohen "Bottle Opener". Die Aussicht war fantastisch und wir konnten auch noch den Sonnenuntergang betrachten.

Und hier noch der lebende Beweis, dass chinesische Kinder Schlitze in den Hosen haben! Dies kommt natürlich für die Eltern um einiges günstiger (falls der Kleine sein Geschäft nicht auf Papa's Businessanzug macht)

Am nächsten Tag bummelten wir durch die Altstadt. Der Kontrast zum modernen Pudong könnte grösser nicht sein. Rund um die kleinen Gassen konnten wir noch das alte Shanghai mit seinen vielen alten Holzhäusern, kleinen Läden, zahlreichen Imbissständen und Garküchen bewundern.

Die Altstadt wird langsam abgerissen Hund mit Herrchen

Leider wird auch dieser letzte kleine Teil der Altstadt wohl schon bald dem Fortschritt mit modernen Hochhäusern und Bürogebäuden weichen müssen.

Währendem wir auf Entdeckungstour waren, kam plötzlich ein Telefon vom polnischen Junge. "Martina, I have to find a police station" Er war total aufgewühlt und klang richtig wie unter Schock. Er erzählte mir am Telefon dass er von zwei gut Englischsprechenden Chinesen über die Tischkante gezogen wurde. Er verbrachte drei Stunden mit ihnen, sie haben ihm alles gezeigt und am Schluss schlugen sie ihm vor, eine Teezeremonie zu besuchen. Er willigte ein und prompt nach der "Zeremonie" verlangte die Teefrau (die natürlich unter einer Decke mit den anderen steckte) 2000RMB(=286CHF). Da er unter Druck stand, zahlte er blöderweise die Summe Bei der Police Station schilderte er kurz die Situation und auffällig schnell bekam er 1800RMB ausbezahlt. Verrückt aber wahr... Des öfteren beobachteten wir dann immer wieder ein paar naive Touristen, die mit englischsprechenden Chinesen unterwegs waren --> Hallo Teezeremonieopfer Am nächsten Tag wurden wir dann noch zweimal von solchen Banden angesprochen "Hello, please take a picture of us..Hey, u look like students.." Wir wussten nicht ob wir lachen oder weinen sollten... Be aware of tea ceremonies in Shanghai

Xitang, Zürich retour und deutscher Stammtisch!

Mittwoch, 19.03.2014

Vor lauter büffeln, habe ich ganz vergessen meinen Blog auf den neusten Stand zu bringen. Lachend Vor zwei Wochen hat uns Teky Agent ein Email geschrieben. Teky ist ein chinesischer Student an unserer Uni, der Trips für die Foreigners organisiert, seine Airwheels vermarktet und gleichzeitig noch Business Administration studiert. Die erste Reise mit ihm führte nach Xitang, besser bekannt als das Venedig Chinas. Die alte „Wasserstadt“ befindet sich im Jangtse-Delta und liegt etwa 140 Kilometer südwestlich von Shanghai entfernt. Wir informierten uns nicht gross über diese Stadt vor unserer Abreise und waren dann umso überraschter als wir die vielen Touristen sahen. 

  

Wir verbrachten die meiste Zeit damit, herumzuschlendern, Snacks von Ständen zu probieren und Teky einbisschen über die chinesische Kultur auszufragen. Nach vielen Fotos und überfüllten Bäuche sassen wir hin und die Fragestunde begann. Teky und seine chinesische Freundin, die auch an der Zust studiert, sehen angeblich aus wie ein Päärchen das in der Zukunft lebt.Cool Beide auf ihren Airwheels Händchen haltend.. Er erzählte uns, dass es in China üblich ist, dass der Junge alles für seine Freundin bezahlt. Er beschwerte sich auch einbisschen, dass er sie jeden Tag ins Klassenzimmer begleiten muss und sie nach dem Unterricht abholen soll. Nach diesem Gespräch waren sich ein paar Frauen einig, dass sie doch einfach einen chinesischen Freund für diese Zeit anschaffen Zwinkernd

Teky

Um uns die Zeit zu vertreiben, bis die Bootstour abends startete, machten wir uns einen Spass daraus, für jeden chinesischen Tourist der vorbeilief spalier zu stehen oder zu applaudieren. Am Schluss waren wir die grösste Attraktion in ganz Xitang Lachend

Nach einer gelungenen Bootstour und einen Abend im Club, gingen wir erschöpft in unseren Bus und fuhren zurück an die Uni.

Stefi und ich mussten letzte Woche aufs Visaamt nach Hangzhou um unser Visum zu einem Multiple Entry zu ersetzen. So hatten wir die Gelegenheit, uns Hangzhou etwas näher anzuschauen. Hangzhou, von Marco Polo als die "feinste und schönste Stadt der Welt" gepriesen, vermittelt bis heute einen Eindruck des Alten China. Wir gingen zur Oldtown und dann weiter zum bekannten West Lake, der einer der berühmtesten Touristenmagnete Chinas ist. Ganz ehrlich: Ich fühlte mich einbisschen wie in Zürich! Der schöne See mit den weitläufigen Wiesen und langen Gehwege erinnerte mich schon ein wenig an meinen Geburtsort.. Lächelnd

Vor einer Woche wurden wir spontan von unseren afrikanischen Freunden zum Feiern eingeladen. Wir machten uns parat und gingen dann mit dem Bus und Taxi Richtung Hangzhou in den Club InBase. Der Foreign Manager besorgte uns ein Tischchen und Getränke. Die Parties in China sind echt gut. Die Musik gefällt uns und alle Clubs hier sind mit Gratiseintritt. Das einzige was auffällt, sind die meist von Alkohol bewusstlosen Chinesen.. Und die, die noch nicht beduselt sind, möchten meist nicht tanzen, weil sie sonst ihr Gesicht verlierenZunge raus Später gingen wir dann noch in unseren Stammclub Coco Banana Cool

 

Jeden Mittwoch Abend findet der deutsche Stammtisch statt. Ich stellte mir vor, dass dort alle deutschen Studenten sich treffen und sich einbisschen austauschen. Als mir dann Klaus, der chinesische Student, schreibt, ob ich mit ihm der deutsche Stammtisch besuche, war ich kurz einwenig verwirrt.. Dort eingetroffen, erwarteten mich circa 50 chinesische und etwa 10 deutsche Nasen Lächelnd Da wir in Unterzahl waren, wollten natürlich alle chinesische Studenten, dass ich mich zu ihnen setzte. Das war wirklich süss..Lächelnd Fünf chinesische Studenten führten uns durch den Abend mit verschiedenen Spielen, Wetttrinken, Präsentationen über das Thema Essen und verteilten uns auch verschiedene Snacks aus Deutschland und China. Es war wirklich ein spassiger Abend mit viel Gelächter und vielen neuen chinesischen Freunden auf WeChat Zwinkernd

Pancake Nacht, Krankheitsparanoia und Weltfrauentag!

Samstag, 08.03.2014

Die erste Woche für Stefi verlief gut und wir erlebten wieder viel Spannendes. Da Daniel etwas heikel mit dem Essen hier ist, hat er sich eine Kochplatte und Pfannen gekauft. Für die Einweihung wurden wir zu einem Pancake Abend eingeladen. Doch später stellte es sich heraus, dass es eher eine Pancake Nacht war... Erst um 21 Uhr klopfte er an unserer Zimmertür und erklärte uns, dass er noch Milch braucht. So gingen Stefi und Daniel noch nach Donghe um eine Flasche Milch zu kaufen. Brüllend Um ca. 22.30h konnten wir dann endlich in der eiskalten Küche loslegen. Damit wir wieder einmal mehr nicht erfrierten, hörten wir Musik und tanzten dazu Cool

Um halb 12 konnten wir die Pancakes endlich geniessen. Sie waren richtig gut.. Nur schade, dass die Marmeladen, die wir dazu gekauft haben, total künstlich und ohne Geschmack waren.

Nachdem Essen wollten wir noch kurz das neue Zimmer von Abdou anschauen. Wir wollten zuerst gar nicht erst unsere Jacken anziehen, da sein Zimmer im selben Gebäude ist. Dank dem Ratschlag von Abdou, die Jacke trotzdem anzuziehen, mussten wir die nächste Stunde nicht erfrieren.......Ja genau, wir mussten ca. eine Stunde draussen verweilen, da aus dem Nichts, Stefi's Schlüssel nicht mehr funktionierte! Und das um 00.30! Überrascht

Der gute, alte Emergency Desk (ohne Englischkenntnisse) kam wieder einmal mehr zum Zuge! ..oder eben nicht! Nach langem Klopfen, öffnete leider niemand die Türe! (Ich wette, sie wollte uns einfach nicht hören) Später mussten wir bedauerlicherweise Emmanuel, die gute Seele von ZUST, wecken. Total verschlafen konnte er dann die "ach-so-nette-Hausabwartin" aus ihren Träumen klingeln. Total wütend öffnete sie unsere Zimmertür und ich bedankte mich freundlich auf Chinesisch: Xiè Xie! Und sie schrie mich mit ihrer krächzenden Stimme auf chinesisch an. Gut, ich bin mirs von ihr schon langsam gewöhnt..Unentschlossen

Für zwei Fächer an der Uni haben wir den selben Lehrer. Er spricht wirklich nicht gut Englisch und wenn er eine Frage stellt, dann meldet sich niemand, da schlicht und einfach keine Nase seine Frage versteht. Deshalb organisierte einen Schüler aus Yemen eine Gruppe von ungefähr 15 Studenten, die den Lehrer nicht gut finden und wir gingen dann alle gemeinsam zum Rektor. Er war natürlich ein bisschen erstaunt, als so viele Studenten vor ihm standen. Er erklärte dann der chinesischen Studentin auf chinesisch, dass nächste Woche jemand in die Klasse sitzt und den Lehrer begutachtet. Ich bin gespannt, ob sich nichts ändert oder der Lehrer verbannt wird Überrascht

Weltfrauentag !!!! Cool

Frau Lang, die chinesische Deutschlehrerin an der ZUST, hat uns in ihren Unterricht eingeladen. Am Freitag um 11 Uhr wurden wir von der Klasse herzlich aufgenommen und durften uns vorne hinsetzen und auf Deutsch über uns erzählen. Die chinesischen Studenten hatten Freude an uns und wir gaben ihnen Tipps für das Interview, dass sie schon bald haben. In diesem Interview geht es darum, sich für das Auslandsemester in Deutschland zu qualifizieren. Später durften dann die Studenten uns einige Fragen stellen. Es kamen viele Fragen zusammen, wie zum Beispiel: " Wie kalt war es diesen Winter in der Schweiz?" "Fahren alle Schweizerinnen so gut Schlittschuh wie du?" "Wieso seid ihr nach China gekommen?" "Fährt ihr Ski oder Snowboard?" "Hat es viel Schnee in der Schweiz?". Nach der Fragenrunde durften wir mit Frau Lang in die Lehrerkantine. Das ist die einzige Mensa, die geheizt ist, haha.. Das Essen war gut, doch bevorzuge ich immer noch die Moslemkantine. Nachdem Mittagessen gingen wir an eine Sportveranstaltung, die wegen dem Weltfrauentag stattfand. Alle Lehrerinnen und auch ein paar Lehrer waren dort anzutreffen. Es war sehr amüsant zu zuschauen und sogar mit zu spielen Lächelnd

Wie bereits erwähnt, ist es vielerorts in China sehr kalt. Es spielt keine Rolle, ob man in einem Restaurant oder in der Schule sitzt oder sich draussen aufhält, es ist überall gleich kalt! Die Folgen sind Erkältungen, Husten und Grippe. Manche Studenten sind "really scared about that"..VerschlossenVerschlossen

 

 

 

Zweisamkeit, Sportlichkeit und Festlichkeit!

Montag, 03.03.2014

Seit drei Tagen ist Stefi an meiner Seite und wir entdecken gemeinsam die nahen Viertel von Hangzhou. Am Sonntag bekamen wir eine Einladung zum Mittagessen von Klaus und Felix, unseren zwei chinesischen Freunden. Wir gingen ins Grandma's, dies ist eine Restaurantkette mit sehr gutem chinesischen Essen. Sehr praktisch, wenn jemand das Bestellen von verschiedenen Speisen für dich übernimmt. Vor lauter chinesischen Zeichen würde mir nämlich den Appetit vergehen...Brüllend

Nachdem wir unsere Bäuche vollgeschlagen haben, gingen Stefi und ich weiter in einen nahegelegenen Supermarkt. Beim Anstehen an der Kasse, wurden wir von Vater und Sohn beobachtet und sie fingen an, über uns zu tuscheln. Klar blieb dies für uns nicht unbemerkt. Nach einem netten Lächeln meinerseits fing der Vater auch schon drauf los zu reden. Das mehrmalige Erwähnen, dass wir kein Chinesisch sprechen, nützte rein gar nichts. Der Vater, wie auch der sechsjährige Sohn, gaben nicht auf und tippten sogar irgendwelche chinesische Charakteren in ihre Smartphones. Wir gaben uns wirklich grosse Mühe, um zu verstehen, was sie von uns wollten, doch vergebens. Plötzlich verstand ich etwas von lao shi (Lehrer) und dann fragte mich der kleine ganz scheu: "What would you like for supper?" So weit, so gut.. Etwas enttäuscht, dass wir nichts verstanden, verabschiedeten wir uns von ihnen und gingen aus dem Supermarkt. Als wir schon fast auf der anderen Strassenseite waren, kam der Vater uns hinterher gerannt und quasselte weiterhin auf uns ein. Langsam war es echt zu viel und ich musste mir das Lachen verkneifen. Die Passanten fanden den "Monolog" amüsant und gristen uns an.. Lachend Nun wurden wir schon etwas ungeduldig und deshalb gab ich ihm meine WeChat Daten und wir verabschiedeten uns zum zweiten Mal. Ein paar Sekunden später erhielt ich auch schon die erste Nachricht....            说德语吗?我们正在寻找一个漂亮和老师,教英语我的儿子。我们是穷人 而且需要有人。Chinesische Freunde, die Deutsch oder Englisch sprechen! Wie wichtig, dass man solche Leute kennt Zwinkernd Danke Kadam, für das Übersetzen der Nachrichten!! Dieser Mann mit seinem Sohn wollte nichts anderes, als eine hübsche und nette Lehrerin, die seinem Sohn Englisch beibringt. Sie kommen aus armen Verhältnissen und brauchen deshalb Hilfe. Kadam hatte mir dann geraten, dass ich lieber nicht darauf eingehe, da es eventuell für uns gefährlich sein könnte und wir ja schliesslich keine Voluntärinnen sind..

Heute gings wieder in die Schule. Ich habe Stefi schon mal vorgewarnt, dass sie sich warm anziehen soll.. Jeden Montag muss ein Schüler im Marketing nach vorne und einen Kurzvortrag, über irgendwelche News auf der Welt, präsentieren. Die erste Präsentation wurde von einer Chinesin gehalten. Sie ging schon mal kichernd nach vorne und wurde grossartig gefeiert. Schlliesslich gings dann los.. Mit dem Thema Homosexualität. Sie referierte darüber, dass viele Stars homosexuell oder bisexuell sind. Das laute Gekicher in der Klasse von den chinesischen Studenten untermalte das Ganze Lächelnd Es war amüsant, die Reaktionen zu beobachten und ich war auch positiv überrascht, dass ein solches Präsentationsthema so relaxt toleriert wird.

Kürzlich kaufte mir Daniel einen Tennisschläger, und erst noch in Pink! Ein Mal Pink, immer Pink.. Zwinkernd Gleich gings los mit dem ersten Match. Es machte riesigen Spass.. Heute als wir wieder zu den Plätzen gingen, waren leider alle schon besetzt. So kam es, dass wir die Idee hatten, einfach  auf den Strassen des Campus zu spielen. Blöd stand hinter mir ein parkiertes Auto und noch blöder war, dass Daniel mit hohen Bogen direkt aufs Auto schoss... Nachdem die Alarmanlage los ging, gingen auch wir los! Überrascht

Was ist denn das für ein komisches Gefährt?

An der Uni beobachtete ich, dass ein paar Studenten mit einem relativ komischen Einrad in die Schule fahren.


Ich glaube, dies könnte der neuste Schrei in China sein! Schade hab ich mir bereits ein Fahrrad gekauft Zwinkernd

Lasst uns mal das Partyfieber in Hangzhou testen

Am Samstag gingen wir das erste Mal so richtig feiern. Zuerst in der Ellen's Bar. Dies ist eine eher internationale Bar mit guter Musik.

Und danach ins bekannte Coco Banana. Die Party war wirklich gut! Tolle Tanzfläche, viele Leute und gute Musik.. In etwa so, wie wir es in der Schweiz kennen. Das einzige Spezielle war, dass sehr viele Chinesen kein Alkohol vertragen und deshalb herumtorkelten, erbrachen oder den Abend auf der Toilette verbrachten.

Nette Einladungen, Stammcafé und Schulregeln!

Freitag, 28.02.2014

Die erste Uniwoche ist vorüber und ich habe sie gut überstanden. Ich muss mich zuerst daran gewöhnen, dass die Lehrer es als selbstverständlich hinnehmen, wenn sie an eine Wand reden. Sie stehen zwar auf einem Podest und haben ein Mikrofon, doch auch diese Hilfsmittel bringen keine Autorität. Zunge raus Bei Management Information System hatten wir den gleichen Lehrer wie bei E-commerce. Ich setzte mich in die vorderste Reihe und habe gespannt aufgepasst und Notizen geschrieben. Zugegeben, es war anstrengend dem Lehrer zu zuhören, da sein Englisch sehr gebrochen ist. Als ich mehrmals nach hinten schaute, bemerkte ich, dass NIEMAND auch nur einbisschen zuhört. Wirklich alle waren mit ihrem überdimensional grossem Handy beschäftigt. Als der Lehrer dann aber eine Chinesischschülerin mit dem Namen aufrief, stand sie wie der Blitz auf und versuchte seine Frage zu beantworten Zwinkernd

Trinken Chinesen Bier?

Brandmanagement klingt ja wirklich schon vielversprechend und interessant, doch als die Lehrerin (sie spricht super Englisch) uns erzählte, dass wir nach der Pause ein Beer Tasting Game spielen, war ich schon einbisschen verwundert. Darf man in der Schule einfach Bier trinken? Und mögen Chinesen Bier überhaupt?  Vier Studenten aus verschiedenen Länder mussten nach vorne und vier Sorten von Bier probieren und erraten welche Marke es ist. Der Deutsche hatte zwei richtig und der Chinese keine..

Eines Tages habe ich mich tatsächlich getraut auf eines der WCs in der Schule zu gehen. Jedesmal als wir vorbeiliefen, stank es immer grässlich aus diesen Schultoiletten.. Diese WCs hier erinnern mich an Ferien in Italien, dort haben sie nämlich auch keine "richtige" Toiletten, sondern einfach nur Löcher am Boden. Überrascht  Pro Loch am Boden hatte es nur immer kleine Absperrungen, so kann man den Kopf vom Anderen noch sehen.

Wo yao nai cha!

An der Uni hat es ein kleines, gemütliches Café, wo wir öfters anzutreffen sind. Ich nehme dann meinen nai cha, was so viel wie Milchtee bedeutet und ähnlich schmeckt wie einen Chai Latte im Starbucks. In diesem Café fallen wir natürlich auf, weil wir erstens Englisch oder Deutsch sprechen und offensichtlich auch keine Chinesen sind Lachend Ein paar Chinesen, schauen uns dann neugierig an. Nun weiss ich, dass das die sind, die unsere Sprache verstehen. Das letzte Mal haben wir dann einer angesprochen und er konnte gut Englisch. Er war sehr auffällig und cool gekleidet und hatte viel BlingBling. Als ich ihn fragte, wie er denn heisst, zeigte er auf sein Armband wo SHINE draufstand! Wie passend... Cool

Chinesen sind wirklich herzlich und offener als ich gedacht habe.. Eines Nachmittags als ich in der Klasse sass, bekam ich eine SMS von Anna, eine chinesische Studentin. Ob ich Lust habe heute nach der Schule Skifahren (!) zu gehen. Um 17h holt uns ein Bus ab und dann fahren wir los. Ich sollte doch mal Frau Lang die Lehrerin anrufen. Ich war natürlich zuerst Perplex und habe mir überlegt, wie, wo und wann wir denn genau Skifahren gehen wollen Lachend Na gut, ich mag Skifahren.. Ich bin zwar noch nie Nachtskifahren oder habe meine Künste in einer Skihalle ausprobiert, aber wieso nicht einmal was neues wagen... Ich rief Frau Lang an und sie wusste bereits von mir Bescheid. "Ah hallo, du bist die Schweizerin Martina, oder?" Ja genau... die einzige Schweizerin hier! "Wir gehen heute, ach ich weiss nicht wie man das auf Deutsch sagt, ...Rollschuhlaufen" Ok, wieso nicht Rollschuhlaufen, auch das übe ich gerne aus Zwinkernd Und schliesslich gings los richtig Hangzhou City mit fünf Chinesen, die Lehrerin und ich.. Ein Chinese fragte mich immer wieder ob ich gerne Schlittschuhlaufe und ob man das in der Schweiz oft machen kann. Ich dachte mir, hm, wieso kommt er jetzt auf Schlittschuhlaufen? Als wir dann vor der Eishalle standen, wusste ich dann schliesslich auch Bescheid was wir diesen Abend genau vorhatten Lachend

Heute landet meine Freundin Stefi, die ich schon seit zwei Wochen sehnlichst erwarte, endlich in Hanghou Airport. Sie hat es tatsächlich noch einigermassen rechtzeitig nach China geschafft! Juhuuuiii... ich freue mich!

 

Überlebenstipps, Essmanieren und erste Tage an der Uni!

Dienstag, 25.02.2014

Die letzten zwei Tage waren lustig, lehrreich und kalt. Am Montag war Vorlesungsstart.

Bei mir begann die erste Lektion mit Chinesisch Listening. Der Lehrer möchte Zhang lao shi genannt werden. Sein Name ist Zhang und lao shi bedeutet Lehrer Lächelnd Er begrüsste uns mit seinem unsicheren Englisch und teilte uns folgendes mit:

"I am not your teacher, I am going to become your friend!"

Wenn das nicht mal vielversprechend und herzlich ist! Ich hab ihn sofort in mein Herz geschlossen. Die ganze Stunde bestand daraus, dass wir die Initials der chinesischen Sprache im Klassenzimmer herumschrien. Chinesisch ist keine Sprache sondern ein ganzes Singbuch! Ich konnte nicht zwischen "zh" und "ch" unterscheiden, beides wird "tschö" ausgesprochen. Aber für die Chinesen gibt es da einen grossen Unterschied. Welchen, hab ich noch nicht herausgefundenLachend Das nächste Fach war Marketing Forecasting and Investigation! Die Lehrerin war etwa in meinem Alter und total süss. Auch sie habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Wieso, erfährt ihr nun sofort...

Mein Kommilitone und ich hatten Mühe uns auf den Unterricht zu konzentrieren, weil wir viel mehr damit beschäftigt waren uns irgendwie aufzuwärmen. Es war eine eisige Kälte in diesem Schulzimmer! Noch viel kälter als draussen... Um es euch vorzustellen: Wir hätten genauso gut in der Après-Ski Ice Bar unsere Vorlesung haben können! Als wir es dann schliesslich nicht mehr aushielten, fragten wir die Lehrerin, wieso es eigentlich so kalt im Zimmer ist und ob das jeden Winter hier an der Uni der Fall ist. Sie musste unsere Frage leider bejahen und hatte so Mitleid mit uns, dass sie sagte: "Wait a second, I have something for you!" Wir schauten uns an und waren richtig neugierig was jetzt geschah. Sie rannte zu ihrem Louis Vuitton Bag und kam mit zwei Wärmepads retour. "This is a welcome present for you guys!" Cool Später gab sie mir dann noch so ein Deluxe Wärmepad welches man sogar noch auf die Haut kleben konnte. Ich mag die Chinesen!

Hat der da neben uns am Esstisch seine Stäbchen vergessen?

Endlich hatten wir die Gelegenheit in die Kantine im 1.Stock zu gehen. Ich liess mir sagen, dass das ein Restaurant mit Halal Food ist. Die moslemischen Chinesen und die Foreigners waren dort anzutreffen. In dieser Kantine gabs sogar Bilder (ach, hätte ich das früher gewusst..). Nach mehrmaligem Draufzeigen, verstand der Kellner welches Gericht ich möchte. Während dem Warten konnten wir in der Küche zuschauen, wie der Koch die Nudeln ganz frisch zubereitete! Lecker! So schmeckten die dann auch... Das war das beste Menü, dass ich bis jetzt in China gegessen habe..

Nachdem wir unser Essen genossen haben, erkannten wir am Nebentisch, dass da so ein Chinese unglaublich komisch isst.. Zuerst dachte ich, er hat seine Stäbchen vergessen, doch nachher realisierten wir, dass er einfach sein Kinn auf den Teller setzte und seinen Reis in sich hineinschaufelte Verschlossen Oje, war das herrlich zu zuschauen...

Am Nachmittag hatten wir ein Fach, dass sich International Service Business nennt. Ich konnte mir nicht viel darunter vorstellen. Die Lehrerin kam 15min zu spät in die Klasse und war auch noch schlecht gelaunt. Der Lernstoff war nichts neues für mich und mir fiel auf, dass sie die simpelsten Theorien mehrmals wiederholte.

Als Fazit muss ich sagen, ich habe mir den Uniunterricht hier etwas anders vorgestellt. Meine Klasse besteht aus 70% Chinesen und 30% Foreigners. Die Chinesen sind mucksmäuschenstill, doch alle hängen am Handy und sind wahrscheinlich im WEchat vertieft (das chinesische Whatsapp), obwohl überall im Zimmer Handy-Verbotsschilder hängen Lächelnd Einbisschen strikter habe ich das erwartet. Der Unterricht an sich finde ich spannend, die Lehrer haben Ahnung vom Fach, aber das Englisch ist nicht auf professionellem Niveau. Ich freue mich auf die nächsten Tage Uni!

Knoblauch - ein Allheilmittel

Einer meiner Homies ist Daniel der Russe und wohnt in Kirgistan. Hier ein Bild von ihm, er wollte auch einmal so strebsam wirken wie all diese Chinesen hier.

Nicht nur meine Lehrerin, sondern auch er sorgte sich um mein Wohlergehen... Und so kam es, dass er mit ganz viel Knoblauch in der Hand an meiner Zimmertür klopfte. "Hi Martina, you should eat Garlic, you like it, didn't you?" Ich war zuerst einmal baff und fragte ihn: "You mean cooked, right?" "Of course not, you have to eat it raw. It makes you strong and you won't be sick". Ihr dürft dreimal raten wie der Abend endete? Haha, genau... mein Abendessen bestand aus Toast, Käse und rohem Knoblauch! Cool Seid froh, dass ich soo weit weg bin von euch! LachendVerschlossenVerschlossen

Medical Check, Visa Extension & Entdeckungstour mit Fahrrad!

Montag, 24.02.2014

Komisch zu sagen, aber ich freute mich richtiggehend auf den Medical Check, den die Uni mit uns am Mittwoch vorhatte. Aufgrund dessen lernte ich alle neuen Studenten, auch Freshments genannt, kennen. Um 6am (!) war Treffpunkt beim Wohnheim. Alle waren pünktlich und so ging die 40 minütige Busfahrt los richtig Hangzhou City. Als wir um 6.40am vor dem Arztgebäude standen, war dies jedoch noch geschlossen. Wir fanden dann heraus, dass die Uni extra immer über eine Stunde früher losfährt, da sie die Erfahrung gemacht haben, dass die meisten Foreigners immer zu spät zum Treffpunkt kommen.

Müssen wir jetzt tatsächlich über eine Stunde in der Kälte erfrieren?

Zum Glück machten wir dann unserem Begleiter klar, dass er sofort irgendeinen warmen Platz für die nächste Stunde für uns finden sollte. So landeten wir in einem Pizza Hut mit köstlicher Speisekarte..Haha, nur schade, dass wir mit "empty stomach" beim Arzt auftauchen müssen Brüllend

Orientierungslauf beim Doktor

Der Spass ging los. Jeder erhielt eine Nummer und wir mussten nacheinander zum Schalter. Dort wurde ich endlich meine vier grässlichen Passfotos los. Sie drückten mir einen Zettel in die Hand und zeigten zur Treppe. Ok, auch früher in der Schule beim Orientierungslauf war ich schlecht im Karten lesen.. Vor dem ersten Posten hatte ich am meisten Schiss. Wir mussten bei gefühlten -5C unsere Jacke ausziehen, den Pullover nach hinten stülpen und los ging die Tortur --> Blutabnahme! Nach einer Woche sah man noch meinen Stich in die Vene! Zweiter Posten, Urinabgabe! Und das auf einem Plumpsklo ohne Toilettenpapier.. Die Challenge mit dem Kartenlesen ging weiter..

Wieso bitteschön müssen die meinen BMI berechnen?

Vielleicht aus Angst vor Gefahren, denn falls ich zu schwer wäre, würde ganz bestimmt einer diesen kleinen Stühlen in der Schule zusammenfallen.

Die waren alle ganz schön unfreundlich bei all diesen Arztposten. Der einte machte Ultraschall, der andere tastete meinen Bauch ab, die nächste prüfte meine Durchblutung und die letzte testete meine Augen. Sie zeigte mir ein Bild mit einer verschwommenen Libelle und wollte von mir wissen, was ich sehe.

Nun ja, was heisst Libelle auf Chinesisch?

Viel Spass damit, erklären zu müssen, dass man ja eigentlich schon das richtige gesehen hat, aber nun irgendwas mit Butterfly stotterte.. Verschlossen

Nach dieser Strapaze gingen Hanna und ich dann in die Mall und gönnten uns feine Spaghetti in einem vietnamesischen Restaurant. Ich erwartete alles andere als leckere, al dente Spaghetti, aber genau solche bekamen wir! Yummyy..

 

In China gibt es ja zahlreiche Zeremonien. Zum Beispiel Teezeremonien, Bestattungszeremonien, kaiserliche Zeremonien, Hochzeitszeremonien... Und bei uns gab es die Öffnungszeremonie! Klar erhofften wir Tee, Kuchen, ein kleines Feuerwerk und eine Rede von Xi Jinping! Lachend Doch waren wir nicht überrascht, als unsere Erwartungen nicht eintrafen.. Zunge raus Sie erzählten uns über die Uni, die Studentenschaft und andere Möglichkeiten bei Social und Sport Events teilzunehmen.

Universitätsbesichtigung mit einem Touribus?

Am nächsten Tag gings weiter mit einer Universitätsbesichtigung. Wir mussten in einen Bus einsteigen und vorne war, wie in einem Sightseeingbus, die Reiseführerin mit dem Mikrofon und zeigte uns auf diesem Wege das Unigelände!

On the left side you see the library, on the right side there is the dormitory

Wir sind mit dem Bus bis in die Viertel nahe der Stadt gefahren, es war wirklich eindrücklich auch einmal was anderes zusehen, als nur den Campus.

Am nächsten Tag gingen wir zu den Polizisten, um das Visum zu verlängern. In der Schweiz stellten sie mir nur ein Visum aus für ein halbes Jahr mit einmaliger Einreise. Ich habe mich schon damit abgefunden, dass ich 6 Monate in China "eingesperrt" bin. Doch nun kam die Hoffnung in mir auf, dass ich also doch ein Multiple Visum beantragen kann, wie Mr.Go mir versichert hat. Als ich jedoch an der Reihe war, sagte der Blick des Polizisten alles andere, als er in meinen Pass schaute. "OOOOooh, not possibäl!" Ok, ok, ich habe mich ja bereits damit abgefunden, dass ich in den nächsten 6 Monate sozusagen (zu) den Einheimischen gehöre Zwinkernd

Mit chinesischen Freunden auf Shoppingtour

Am Wochenende schien die Sonne und man hatte schon einbisschen Frühlingsgefühle. Hangzhou ist noch viel schöner wenn die Sonne scheint. Unser Ziel war es heute mit Hilfe von den chinesischen Freunde Mia, Anna und Bob ein Fahrrad zu kaufen. Wieso Chinesen typische deutsche Namen haben? Weil sie wissen, dass wir eh keine Chance haben, ihre chinesischen Namen auszusprechen und deswegen suchen sie sich einfach einen deutschen Namen aus! Lachend Nach kurzer Suche, haben Hanna und ich uns ins selbe Fahrrad verliebt. Nun haben wir Partnerlook.

Wooohoo, wir hatten so Spass am neuen poppigen Fahrrad, dass wir gleich die Umgebung auskundschaften. Wir sahen Chinesen am Schach spielen, alte Grossmütter am Karten spielen, süsse kleine Kinder und noch vieles mehr...

 

 

 

 

 

Kulturschock, Schlitzaugen und Sprachbarrieren!

Sonntag, 23.02.2014

Nun bin ich schon seit einer Woche in Hangzhou, China. Diese 8 Millionenstadt liegt in der Provinz Zhejiang und ist mit dem Hochgeschwindigkeitszug ca. 1 Stunde von Shanghai entfernt. Man nennt Hangzhou auch China's beste Touristenstadt. Ich kam hierher als Freemover, somit musste ich alles selber organisieren und bekomme auch keine finanzielle Unterstützung von meiner Universität in der Schweiz. Mein grösster Traum war es schon immer, nach Asien zu reisen. Deshalb entschied ich mit meiner Studienkollegin, zusammen dieses Abenteuer in Angriff zu nehmen. Wir schrieben ca. vier verschiedene Universitäten in der Nähe von Shanghai an. Wir scherzten zuerst darüber, dass es so toll wäre, wenn die Unis folgendermassen antworten: "Welcome to our University, we will be happy if you study here with us!" Aber stellt euch vor, so war es dann wirklich! Cool Wir bekamen zwei Zusagen mit der Antwort: "We are happy to welcome you, and please consider to study with us for one year!" Lachend Nach Abklärung mit unserer Uni in der Schweiz ging unser Traum dann wirklich in Erfüllung.

"Martina alleine in China"

Ihr fragt euch jetzt sicher: Wieso alleine? Hm ja, meine Kommilitonin von der Schweiz ist so ein verrücktes Huhn und hat das Herbstsemester in Singapore verbracht. Aber auch nach einem halben Jahr Singapore ist ihre Reisefreudigkeit noch nicht verblasst und so kam es, dass unsere chinesische Administratiorin beide Admission Letter zu mir nach Hause in die Schweiz geschickt hat. Beim Konsulat in Singapore hat meine Kollegin bitter erfahren müssen, dass sie ohne diesen Letter kein Visum erhält. Wir reagierten sofort und versendeten via UPS ihren Admission Letter nach Singapore! Ob dieser jetzt nach einer Woche bei ihr landete, weiss niemand ausser sie.. Ob meine Kollegin es noch irgendwann nach China schafft, das wissen nur die Sterne oder vielleicht das chinesische Konsulat....Zwinkernd

Harte zwei Tage folgten...

Mit frohem Mutes flog ich von Zürich nach München und von dort nach Shanghai. Die einzige Challenge die ich hatte, war von Shanghai irgendwie nach Hangzhou zu gelangen und von dort an die richtige Uni (Es gibt zwei Unis mit dem Namen Zhejiang UniversityZwinkernd). Am Pudong International Airport schien es einfach, ich musste nur den Schildern "Longdistance Bus" folgen und schon kam ich in ein Warteraum mit einem Ticketschalter. Dort tischte ich mein freundliches Englisch auf, doch keine Reaktion folgte. Es kann doch nicht sein, dass die hier in Shanghai kein Englisch sprechen? Naja, so war es dann tatsächlich und ich erhielt mit Müh und Not mein Ticket nach Hangzhou Wuliman, obwohl ich eigentlich zur Station Huanglong wollte. Egal dacht ich mir, hauptsache Hangzhou! Nach 3h Fahrt in einem eiskalten Bus und einem Sms-schreibenden Buschauffeur, kamen wir heil in Hangzhou an. Dort schnappte ich mir das erstbeste Taxi und musste feststellen, dass der Taxifahrer auch kein Wort Englisch konnte. Ich zeigte ihm die chinesischen Schriftzeichen auf meinem Papier und er hatte keinen blassen Schimmer wo diese Universität ist. Nach drei Telefonate und mehreren Schimpfwörter (so hörte es sich für mich an), fuhr er endlich los. Nach mehreren U-Turns und Gespucke vom Fahrer aus dem Fenster, kamen wir an der Zhejiang University of Science and Technology an. Doch leider war die Einfahrt gesperrt. Ich quatschte vom Taxi aus einen Jungen an, der aussah wie ein Student Zwinkernd und sehe da, er wohnte sogar im Wohnheim an der Uni. Genau dorthin musste ich. Mir wurde gesagt ich habe hier einen Buddy und muss nur diese Nummer wählen von ihm und er wird mir mein Zimmer zeigen und Fragen beantworten. Nur schade, dass es die falsche Nummer war.

"Kann hier eigentlich jemand Englisch?"

Ich ging ins Emergency Office vom Wohnheim und schilderte denen mein Anliegen und dass ich dringend ein Zimmer brauche (es war ja schliesslich schon 9pm). Als dieser Emergency Typ mich dann mit der chinesischen Sprache anschrie, verstand ich, dass auch die Leute am Emergency Desk an einer Universität kein Englisch sprechen. Nach langem HIn und Her kam dann ein Algerier mit chinesisch Kenntnissen und konnte zwischen uns verhandeln. Nach einem längeren Telefongespräch mit meinem (!) Schweizerhandy konnte ich dann mein Zimmer beziehen. Schnell musste ich feststellen, dass es eiskalt ist.. Natürlich schlief ich die ganze Nacht nichts und beschäftigte mich damit, meine Füsse irgendwie zu wärmen...

Neuer Tag neues Glück..

Eisgefroren stellte ich fest, dass es in meiner Dusche heisses Wasser gibt! Das war eines meiner Highlights des Tages. Frischgeduscht machte ich mich auf den Weg ins International Office. Nur schon dieser Name gefällt mir! I-N-T-E-R-N-A-T-I-O-N-A-L! Hier MUSS jemand Englisch können! Es war schön zu merken, dass doch noch jemand hier Englisch spricht. Auch sah ich im Office noch eine andere Europäerin. Die nächste Hürde bestand daraus, in der Mensa etwas essbares zu bekommen. Jep, richtig geratet, auch die Köche sprechen nur Chinesisch. Zum Glück bestellte die vor mir etwas "gluschtiges" und so konnte ich einfach darauf zeigen und erhielt dasselbe Verlegen Es war richtig gut.

Hab ich schon erwähnt, dass ich mich fühlte, als wäre ich als Alien auf der Erde gelandet? Alle starrten mich an und als ich mehrere chinesische Studenten mit: "Do you speak English?" angesprochen habe und sie nur erstaunt ihre Schlitzaugen öffneten, war für mich ein für alle mal klar, dass hier NICHT Englisch gesprochen wird.

Der nächste Tag verlief etwa gleich.. Ich hatte noch keine Freunde und musste wieder dasselbe Gericht essen wie am Vortag (wie gerne könnte ich jetzt chinesisch!)

Freunde in Sicht!

Langsam kamen meine Jagdinstinkte zum Vorschein..Lachend Wieder in der Mensa, wieder dasselbe Menü!

Plötzlich kam mein Buddy zu mir und wir gingen gemeinsam, noch mit einem anderen neuen Student in die City für Simkarte und Bankkonto. So nahm es den Lauf, dass ich jetzt mehrere Freunde habe Lachend

Bald geht es los

Samstag, 22.02.2014

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.